Öffnungszeiten
  • clockMontag – Freitag 10:00 – 13:00 Uhr und
    15:00 – 20:00 Uhr
    Samstag: nach Vereinbarung
Kontakt
Sprechen Sie mit den Spezialisten

    user-3
    email-2
    smartphone

    Θυρεοειδής αδένας

    Was ist die Schilddrüse?

    Die Schilddrüse ist ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ vor der Luftröhre, das aus zwei Lappen auf beiden Seiten der Luftröhre und dem dazwischen liegenden Isthmus besteht. Die Schilddrüse ist für die Produktion der Hormone Tetraiodothyronin (T4) und Triiodthyronin (T3) verantwortlich. Die Synthese und Sekretion von Schilddrüsenhormonen unterliegen der Kontrolle der beiden wichtigsten Hormon-Kontrollzentren, dem Hypothalamus und der Hypophyse. Die Schilddrüsenhormone sind essentiell für fast alle Körperfunktionen, wie z.B. dem gesamten Stoffwechsel, geistige Funktion und Entwicklung oder der Herzfunktion.

    Schilddrüsenknoten treten als Schwellungen des Schilddrüsenparenchyms auf und können durch Abtasten in der klinischen Untersuchung bei etwa 8% der Allgemeinbevölkerung festgestellt werden. Mit den hochauflösenden Ultraschallgeräten beträgt dieser Prozentsatz jedoch 19 bis 68%, und häufig wird mehr als ein Knoten gefunden.
    Die Abklärung von Schilddrüsenknoten ist notwendig, um Schilddrüsenkrebs zu finden oder auszuschließen. Die Häufigkeit liegt bei ca. 7-15% der Fälle und ist abhängig vom Alter, vom Geschlecht, von einer vorherigen Strahlenexposition des Halses, von der Familienanamnese und von anderen Faktoren.

    Ultraschall

    Ein Ultraschall sollte bei allen Patienten mit Verdacht auf Schilddrüsenknoten durchgeführt werden. Dies ist ein schmerzloses Verfahren ohne Nebenwirkungen, für das keine spezielle Vorbereitung des Patienten erforderlich ist. In den Händen eines erfahrenen Untersuchers kann die Sonographie nützliche Informationen über das Vorhandensein von Knoten und insbesondere über eine Vielzahl von Merkmalen geben, die bei Schilddrüsenkrebs zu finden sind. Des Weiteren können die Lymphknoten am Hals hervorragend beurteilt werden.

    Szintigraphie

    Im Rahmen der Abklärung eines Schilddrüsenknotens wird meist auch empfohlen, eine Szintigraphie mit einer radioaktiv markierten Substanz durchzuführen, insbesondere bei niedrigem TSH. In diesem Fall werden „warme/heiße“ Knoten (mit erhöhter Radionuklidaufnahme) von „kalten“ bzw. „indifferenten“ Knoten unterschieden. Diese Unterscheidung ist aus therapeutischer Sicht äußerst nützlich, da „heiße“ Knoten autonomen Adenomen entsprechen, die normalerweise gutartig sind und keiner weiteren Klärung durch eine Feinnadelbiopsie bedürfen. Die Schilddrüsenszintigraphie wird von einem Arzt für Nuklearmedizin durchgeführt.

    Feinnadelpunktion

    Wenn ein verdächtiger Schilddrüsenknoten die von den internationalen wissenschaftlichen Gesellschaften (z.B. ATA 2015) festgelegten Kriterien zur weiteren Abklärung erfüllt, wird Ihr Endokrinologe eine Feinnadelbiopsie (FNA) mit Ihnen besprechen. Die Feinnadelbiopsie ist ein sehr sicherer, fast schmerzloser Test, bei dem Zellen oder Flüssigkeit mit Hilfe einer feinen Nadel unter kontinuierlicher Ultraschallsicht aus dem verdächtigen Knoten entnommen werden. Mittels spezieller zytologischer Untersuchungen kann ein Schilddrüsenkrebs diagnostiziert werden oder bei nicht ganz klaren Befunden das Risiko beurteilt werden.

    Naturgemäß erfordert es Übung und Erfahrung die optimale Punktionstechnik zu erlernen. Im Rahmen ihrer langjährigen Ausbildung in einer der erfahrensten Kliniken Deutschlands auf dem Gebiet des diagnostischen und des interventionellen Ultraschalls haben die Ärzte von ENDOMEDICA die erforderliche Ausbildung, klinische Erfahrung und Fähigkeiten insbesondere in der Durchführung und Interpretation der Sonographie der Schilddrüse erworben. Darüber hinaus können sie Feinnadelpunktionen sicher und präzise durchführen und haben umfangreiche Erfahrungen mit der Elastographie von Schilddrüsenknoten gesammelt.

    Elastographie

    Die Elastographie ist eine moderne Ultraschallmethode, bei der die Veränderungen des Ultraschall-Signals bei Kompression durch den Ultraschall-Kopf gemessen wird. Aus diesen Informationen wird in Echtzeit das dargestellte Gewebe als „weich“ (rote Farbmarkierung) oder „hart“ (blaue Farbmarkierung) berechnet und farblich dargestellt. Dieses Verfahren ergänzt die übliche Ultraschalluntersuchung mit wertvollen zusätzlichen Informationen:

    • Elastographisch weiche Knoten sind mit relativ großer Sicherheit nicht bösartig und können meist ohne Feinnadelpunktion auch in größeren Abständen kontrolliert werden.
    • Elastographisch harte Knoten können sowohl gutartig als auch bösartig sein und sollten weiter abgeklärt werden.
    • Feinnadelpunktionen von Schilddrüsenknoten mit sonographisch niedrigem oder intermediärem Risiko können bei elastographisch weichen Knoten vermieden werden

    Die Methode ist schmerzfrei und erfordert keine spezielle Vorbereitung. Sie wird im Rahmen einer routinemäßigen Ultraschalluntersuchung durchgeführt und kann so oft wie notwendig wiederholt werden.

    Unsere Praxis ist mit dem modernen hochauflösenden Ultraschallgerät Ascendus Hi Vision von Hitachi ausgestattet, das die Möglichkeit einer Echtzeit-Elastographie bietet.

    Hypothyreose & Hyperthyreose

    1. HYPOTHYREOSE arrow-point-to-right-1

    Die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) ist definiert als die verringerte Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4.

    Dies führt zur Verlangsamung vieler Stoffwechselfunktionen des Körpers sowie zur Verringerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Die Hypothyreose ist eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen und betrifft Frauen häufiger.

    Die häufigsten Symptome sind:

    • Gewichtszunahme
    • Müdigkeit, Gedächtnisstörungen, Depressionen
    • Frieren, Kälteintoleranz
    • Darmbeschwerden (Obstipation)
    • Trockene Haut, Haarausfall

    Die diagnostische Untersuchung umfasst:

    • Blutuntersuchungen (fT3, fT4, TSH)
    • Messung der Schilddrüsen-Antikörper gegen Thyreoglobulin (Tg) und Schilddrüsen-Peroxidase (TPO)
    • Ultraschall der Schilddrüse

     

    Die Ursache einer Hypothyreose liegt entweder in der Schilddrüse selbst, z.B. aufgrund einer Schilddrüsen-Entzündung oder in den Kontroll-Organen Hypophyse oder Hypothalamus. Störungen dieser beiden Organe, z.B. durch ein Hypophysenadenom, führen zu einer verminderten Bildung von TSH (Thyroid Stimulating Hormon), wodurch der entscheidende Anreiz der Schilddrüse zur Bildung von T3/T4 fehlt.

    Die häufigste Ursache einer Hypothyreose, insbesondere in Mittelmeerländern, ist nach wie vor die Hashimoto-Thyreoiditis. Es handelt sich um eine langsam fortschreitende Entzündung der Schilddrüse, verursacht durch von Autoantikörper gegen das körpereigene Schilddrüsengewebe. Nach einer anfänglichen Entzündungsreaktion mit Anschwellung des Organs folgt normalerweise eine langsame Zerstörung der Schilddrüsenzellen und die Entwicklung einer Unterfunktion.

    Die Therapie der Hypothyreose basiert auf dem Ersatz von Schilddrüsenhormonen mittels oraler Verabreichung. Die Einnahme sollte mindestens 30 Minuten vor der ersten Mahlzeit erfolgen, da ansonsten die Aufnahme stark eingeschränkt ist. Alternativ kann die Einnahme auch vor dem Schlafengehen erfolgen – mit ausreichendem Abstand zum Abendessen. Beachtet werden muss zudem, dass einige Medikamente die Absorption beeinflussen können. Die Wirksamkeit der Behandlung wird anhand der TSH-Werte und des Beschwerdebilds des Patienten überprüft.

    Die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) ist definiert als der Zustand der übermäßigen und unkontrollierten Bildung der Schilddrüsenhormone T3 und T4 durch die Schilddrüse. Dies führt zur Verstärkung vieler Stoffwechselfunktionen des Körpers.

    Die Hyperthyreose äußert sich klinisch in einer Vielzahl von Symptomen, abhängig von der Schwere der Hyperthyreose:

    • Gewichtsverlust trotz vermehrtem Appetit
    • Tachykardie
    • Angstzustände, Schlaflosigkeit, Zittern häufiger und weicher Stuhlgang
    • Starkes Schwitzen, Hitzeunverträglichkeit

    Die Diagnose einer Hyperthyreose wird durch Blutuntersuchungen gestellt, bei denen erniedrigte, oft nicht mehr nachweisbare TSH-Werte und normalerweise erhöhte periphere Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 zu sehen sind. Ergänzt werden diese Laboruntersuchungen um die Bestimmung der Schilddrüsen-Antikörper gegen Thyreoglobulin (Tg-AK), Schilddrüsen-Peroxidase (TPO-AK) und den TSH-Rezeptor (TRAK). Gleichzeitig muss ein Ultraschall der Schilddrüse durchgeführt werden. Durch die nuklearmedizinische Untersuchung der Schilddrüse mittels einer Tc-Szintigraphie können weitere wichtige Informationen gewonnen werden, die helfen die Ursache einer Hyperthyreose zu differenzieren.

    Eine häufige Ursache für eine Hyperthyreose ist der Morbus Basedow, eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die durch Autoantikörper gegen den TSH-Rezeptor der Schilddrüse ausgelöst wird. Diese Antikörper stimulieren die Synthese und Sekretion von Schilddrüsenhormonen und verursachen so eine häufig sehr stark ausgeprägte Hyperthyreose. Eine Besonderheit dieser Erkrankung ist, dass sie nicht nur die Schilddrüse betrifft, sondern auch eine Augenerkrankung, die sogenannte Endokrine Orbitopathie verursachen kann.

    Therapeutisch stehen drei Optionen zur Verfügung: die medikamentöse Behandlung, eine Radiojod-Therapie sowie eine operative Entfernung der Schilddrüse (Thyreoidektomie). Die medikamentöse Behandlung wird in den meisten Fällen als Therapie der ersten Wahl betrachtet und basiert auf einer Reduktion der Schilddrüsenhormonbildung über ca. 18 Monate. Gleichzeitig werden Medikamente eingesetzt, um die Symptome der Überfunktion zu lindern. Bei konsequenter Behandlung und ohne signifikante erschwerende Faktoren ist die Heilungschance mit Medikamenten allein recht gut. Wichtige Kriterien für die Prognose der Erkrankung sind das Geschlecht, das Alter, das Rauchen, die Drüsengröße und die Höhe des TSH-Rezeptor-Antikörpers. Im Falle eines Therapieversagens oder eines erneuten Auftretens der Krankheit ist meist eine definitive Behandlung der Krankheit mit Hilfe einer chirurgischen Thyreoidektomie oder mittels Radiojodtherapie empfehlenswert.

    Neben dem Morbus Basedow sind autonome (toxische) Adenome, eine multifokale Autonomie sowie die Einnahme bestimmter Medikamente weitere Ursachen für Hyperthyreose. Auch eine iatrogene Hyperthyreose verursacht durch eine falsche Dosierung der Hormontherapie mit L-Thyroxin bei einer Hypothyreose ist keine Seltenheit.

     

    Wir können Ihnen aufgrund unserer langjährigen universitären Facharzt-Weiterbildung eine kompetente Versorgung aller Schilddrüsenerkrankungen anbieten. Durch die Verfügbarkeit eines modernen Ultraschallgerätes können wir uns rasch selbst ein Bild von der Schilddrüse machen, was Therapie-Entscheidungen häufig vereinfacht. Unsere langjährige Erfahrung mit der Schilddrüsen-Elastographie sind wir in der glücklichen Lage Schilddrüsen-Knoten besser und sicherer beurteilen zu können und beraten Sie gerne, ob eine Feinnadelpunktion oder gar Operation der Schilddrüse notwendig ist.